18/03/2018

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Marzo 2018

Marzo 2018


07/02/2018
di Laura Secci
«Lavoriamo per aiutare tutte le donne coinvolte nella prostituzione ad avere una buona vita senza essere costrette a vendere il proprio corpo».
Princess Inyang Okokon, originaria dello Stato di Akwa Ibom, in Nigeria, è finita sulla strada a Torino nel 1999 e da 17 anni si occupa con il Piam di Asti di donne vittime di tratta.
«Uscirne si può, ma dobbiamo offrire alle ragazze un sostegno adeguato– assicura Princess -In strada offriamo assistenza sanitaria a tutte le donne che si prostituiscono, specialmente per prevenire l’Aids e le infezioni a trasmissione sessuale.Fornire assistenza sanitaria è il primo passo per instaurare un buon rapporto di fiducia con le donne coinvolte nella prostituzione e successivamente proporre loro l’opportunità di lasciare la strada».
Il giro d’affari
Se in Italia la prostituzione è legale, lo sfruttamento non lo è. Il business delle prostitute «fattura» ogni anno 90 milioni di euro. Ogni ragazza che finisce sul marciapiede (circa 18 mila in Italia per 9 milioni di clienti) rende al suo sfruttatore dai 5 ai 7 mila euro al mese.
Progetto salute
La televisione australiana SBS, nell’ambito di un programma sulla tratta delle ragazze nigeriane in Italia sarà ad Asti venerdì per effettuare alcune riprese in ospedale nel reparto malattie infettive del Massaia e per fare delle domande alla dottoressa Degioanni che illustrerà il lavoro con le vittime di tratta. La Tv australiana sta collaborando con il Piam di Asti e la Procura di Torino.
I dati
Nel 2017 il Piam ha accolto 11 donne, tutte nigeriane, di cui due minorenni, e effettuato più di 100 colloqui di counselling antitratta.
all photos by Helen Hecker
Link: Vom Flüchtling zur Sexsklavin
von Helen Hecker
In Sizilien blüht das Geschäft mit der Sexarbeit von nigerianischen Flüchtlingen. Doch eine Gruppe von ehemaligen Prostituierten aus Benin City kämpft gegen die Ausbeutung der Mädchen und will ihnen neue Perspektiven aufzeigen.
Von Helen Hecker, Palermo
Während die Autos unaufhörlich an Teresa vorbeirasen, bricht sie ein paar Zweige von den Bäumen ab und zündet ein Feuer am Straßenrand an. In Kürze wird es stockfinster. Das Feuer ist der einzige Schutz, den Teresa und die anderen Mädchen im „Parco della Favorita“ haben. Noch vor 200 Jahren waren der Park und der umliegende Wald das königliche Jagdrevier der sizilianischen Stadt Palermo. Heute ist er einer der berüchtigsten Straßenstriche der Mittelmeerinsel. In knappen Kleidern und High Heels stehen die Mädchen bis zu 14 Stunden an der Straße und verkaufen ihren Körper – teilweise für fünf bis zehn Euro. Ihren richtigen Namen und ihr Alter verschweigt Teresa: „Meine Geschichte geht nur mich etwas an.“
Wie die Mehrzahl der jungen Prostituierten kommt sie aus dem verarmten Süden Nigerias, genau genommen aus Benin City. Hier befindet sich seit einigen Jahren der Umschlagplatz für ein schmutziges Geschäft: Mit den Flüchtlingsströmen aus Afrika schleusen kriminelle Netzwerke jährlich Tausende von jungen Frauen nach Europa, um sie dort als Prostituierte anzubieten. Nigeria führt im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern wie Ghana oder Sierra Leone die Rangliste der Herkunftsstaaten an: über 70 Prozent der Prostituierten in Italien stammen aus dem bevölkerungsreichsten Land des Kontinents.
Allein im Jahr 2016 gelangten mehr als 11.000 Frauen und 3.000 minderjährige Mädchen aus Nigeria an die Küsten Italiens. Damit stiegen die Zahlen nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) im Vergleich zum Vorjahr drastisch an. Und: Immer mehr Neuankömmlinge sind nicht älter als 13 oder 14 Jahre alt. Wie alt Teresa ist, lässt sich kaum sagen. Das von Narben gezeichnete Gesicht, wird von dicker Schminke bedeckt. Sie beteuert, dass sie freiwillig an der Straße stehe, doch aus ihren Augen spricht die Angst, jemanden zu verraten.
Eine Anlaufstelle für Prostituierte
Wenige Kilometer von der „Favorita“ entfernt, läuft eine energische Frau in einem spärlich eingerichteten Raum des ehemaligen Klosters Montevergini auf und ab. Ihr Name ist Osas Egbon. Als sie das lange Telefonat beendet, verzieht sich ihr Gesicht zu einer besorgten Miene. Erneut sei ein Schiff mit 500 Flüchtlingen aus Lampedusa am Hafen von Palermo eingetroffen. Darunter seien viele Mädchen, die nun ihre Hilfe benötigten. Hier im „Nuovo Montevergini“ hat die Nigerianerin mit vier weiteren Frauen, die ebenfalls aus Benin City stammen, eine Anlaufstelle für Prostituierte eingerichtet.
Ihr Verein heißt „Donne di Benin City“ – die Frauen aus Benin City. Osas, Sandra, Mercy, Doris und Mama Doris verbindet das gleiche Schicksal: Sie alle kamen vor gut zehn Jahren aus Nigeria nach Italien und arbeiteten auf dem Straßenstrich. Osas Egbon, die Präsidentin des Vereins, hat den Absprung dank einer italienischen Sozialarbeiterin geschafft: „Ich fing in Genua an, auf der Straße zu arbeiten. 2003 bin ich nach Palermo gekommen. Dort vermittelte mir Stefania einen Job als Kindermädchen in einer Familie und einen Wohnplatz. Das war meine Rettung!“
Gemeinsam mit den anderen will sie nun verhindern, dass noch mehr junge Mädchen dort landen, wo sie einst war. „Unsere einzige Chance, etwas zu verändern, ist, den Teufelskreis zu durchbrechen. Das können wir nur erreichen, wenn wir uns um die Minderjährigen kümmern. Sie werden von den italienischen Behörden nach ihrer Ankunft in Italien in staatlichen Jugendheimen untergebracht. Viele Mädchen hauen allerdings von dort ab und begeben sich in die Hände ihrer sogenannten Mamma“, erklärt Egon. „Mamma“ oder „Madam“ nennen die Mädchen jene Frauen, die das Geld für ihre Reise zahlen, sie nach Europa holen und sie anschließend zur Prostitution zwingen.
Viele junge Nigerianerinnen träumen von Europa
Meist sind die Telefonnummern dieser Frauen der einzige Kontakt, den die Mädchen vor ihrer Abreise erhalten. Manche hätten keine Ahnung, was sie hier erwarte. Ihnen werde versprochen, in einem Restaurant oder einer Schneiderei zu arbeiten. Immer mehr wüssten jedoch, dass sie in Italien ihren Körper verkaufen sollen, erklärt Osas Egbon. Sie sagt: „Der Süden Nigerias ist bitterarm. Wir haben dort weder das Öl des Ostens noch die Landwirtschaft des Nordens. Es gibt keine Industrie oder Universitäten. Das einzige „Kapital“ sind die wunderschönen Mädchen. Sie träumen vom Leben in Europa und werden teilweise sogar von Verwandten oder Freunden der Familie zur Prostitution angeworben – vor allem dann, wenn ein Elternteil gestorben ist und das Geld nicht mehr für die ganze Familie ausreicht.“
Selbst Aufklärungskampagnen, die vom nigerianischen Staat finanziert werden, helfen kaum, den Menschenhandel zu unterbinden. Der psychologische Druck und die Sehnsucht nach einer besseren Zukunft sind auch die Hauptgründe für das Verschwinden der Mädchen aus den italienischen Heimen. „Viele haben Angst; Angst ihre Familien zu enttäuschen, Angst, nicht die Schulden bei ihrer Mamma begleichen zu können, aber vor allem Angst vor dem Juju“, erklärt die 33-Jährige. „Juju“ sei Magie. Ein religiöser Zauber, der vor der Abreise in Nigeria durch ein Voodoo-Ritual heraufbeschworen werde: Bei vielen dieser Rituale entnimmt ein Priester einige Tropfen Blut oder Schamhaare der Mädchen, um sie damit an das Versprechen zu binden, ihrer Madam in Italien zu gehorchen. Wer sich nicht beugt, werde krank, verrückt oder könne sogar sterben.
„Oft werden die Mädchen in Italien von ihrer Familie angerufen und aufgefordert, die Madam zu kontaktieren“, berichtet die Nigerianerin. „Ich spreche mit den Verwandten, mache ihnen klar, dass der Zauber niemanden umbringt – es sind die Lügen der Menschenhändler, die unsere Schwestern zu Sexsklavinnen machen.“ Seit mehr als einem Jahr gehört Osas Egbon zum Team eines Jugendheims in der Nähe von Palermo. Mit dem Geld, das sie dort verdient, kann sie ihre eigene Familie gerade so über die Runden bringen. Die Minderjährigen im Heim nennen sie liebevoll „Mamma“ und weigern sich oftmals, ohne sie mit Psychologen und Erziehern zu sprechen. 35 Mädchen konnte sie auf diese Weise im letzten Jahr davon abhalten, wegzulaufen.
Ein kleiner Erfolg, der Hoffnung macht, sagt Giuppa Cassarà, Psychiaterin und Spezialistin für Migrationstherapie am polytechnischen Klinikum Palermo. Der Glaube an Magie sei in Westafrika fester Bestandteil des gesellschaftlichen Handelns. Die Ärztin sieht in der therapeutischen Zusammenarbeit mit Frauen wie Osas einen wichtigen Fortschritt, um dem Menschenhandel die Stirn zu bieten. Die Erzieher fänden meistens keinen Zugang zu den Minderjährigen, weil ihnen das kulturelle Hintergrundwissen fehle.
„Die Afrikanerinnen gewinnen viel schneller das Vertrauen. Sie sprechen den Heimatdialekt, wissen, was Voodoo bedeutet und kennen das Trauma, das durch Vergewaltigungen und Erpressung entsteht“, gibt Cassarà zu Bedenken. Wichtig sei eine kontinuierliche Begleitung der Mädchen in den Heimen, um ihnen eine neue Perspektive zu geben. Dafür reiche es nicht aus, die Mediatorinnen nur zum Übersetzen zu Hilfe zu rufen. Um sie nachhaltig zu stärken, bedürfe es mehr. Oft mangele es jedoch an Fördergeldern, um die Arbeit von Vereinen wie „Donne di Benin City“ langfristig zu finanzieren.
Am Ende wurde Joy durch ein deutsches Boot gerettet
Doch nicht nur die Arbeit mit den Minderjährigen ist für den Verein von Bedeutung. Mit der Anlaufstelle wollen Osas, Doris und Co. vor allem einen Ort der Zuflucht für die Frauen schaffen, die bereits auf dem Straßenstrich arbeiten und denen der Mut zum Ausstieg fehlt. So wie Joy, eine 20-jährige Nigerianerin, die im vierten Monat schwanger ist. Sie hatte in Turin von einer Frau gehört, die ihr helfen könne. Von dort nahm sie die Reise nach Palermo auf sich, um Osas Egbon zu treffen. Bei ihr fühlte sie sich in Sicherheit und berichtet von ihrer Geschichte.
Sie erzählte von ihrer Reise durch die Wüste, den mit Menschen vollgestopften Tiertransportern, den Vergewaltigungen in Tripoli, von dunklen Kellern übersät mit Exkrementen, dem missglückten Versuch, das Mittelmeer zu überqueren und der Rettung durch ein deutsches Boot. Das alles habe sie ertragen – jedoch nicht für ein Leben auf dem Strich. Jetzt war Joy bereit, gegen ihre Peiniger auszusagen. Die Frauen des Vereins erklärten ihr die nächsten Schritte und begleiteten sie zur Polizei.
Wie Joy sind viele der Mädchen schwanger oder haben Kinder. Die Väter sind oftmals gleichaltrige Afrikaner, die im Auftrag der Madam auf die Mädchen „aufpassen“. Sie lernen sich in den sogenannten „Connection Houses“ kennen. Diese Wohngemeinschaften sind gleichzeitig eine Art Ersatzfamilie für die jungen Frauen. Dort wird der soziale Gehorsam gegenüber ihrer Madam genährt, weiß Rosaria Maida, stellvertretende Polizeidirektorin in Palermo und Leiterin des Kriminaldezernats für Minderjährige und sexuelle Straftaten. Das System hinter dem Menschenhandel sei nur schwer zu durchbrechen: „Wenn sie in Italien ankommen, haben sie zu niemanden mehr Vertrauen.“
Schulden bis zu 50.000 Euro
Die Kommissarin arbeitet eng mit Vereinen wie „Donne di Benin City“ zusammen, um gegen die Drahtzieher der Prostitution zu ermitteln. „Ohne die Mithilfe der Frauen ist es fast unmöglich, die Aussagen der Mädchen aufzunehmen oder die Telefonate der Hintermänner abzuhören.“ Eine Madam kauft laut der Ermittlerin meist zwei oder drei Mädchen, die dann illegal bei ihr leben. Neben den Reisekosten für die Überfahrt nach Europa müssen die Frauen zusätzlich Geld für Miete und Essen bezahlen. „Die Schulden können sich am Ende auf bis zu 50.000 Euro belaufen“, sagt Maida. „Viele haben keine Vorstellung, wie lang es dauert, bis sie eine solche Summe auf dem Straßenstrich abgearbeitet haben.“ Dahinter stecke ein Schneeballsystem: Viele Madams seien zuvor selbst Prostituierte gewesen. Sobald sie sich freigekauft hätten, würden sie im Auftrag der Mafia neue Mädchen nach Europa holen.
Hinter dem Netzwerk aus „Connection Houses“ und Voodoo-Glaube steckt nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Palermo eine nigerianische Organisation namens „Black Axe“. Sie kontrolliert die Prostitution in weiten Teilen Italiens. Mit der Anklage von 17 Nigerianern bestätigte das Gericht in Palermo 2017 erstmals in der Geschichte eine ausländische Gruppierung als mafiöse Organisation. Die Hochburg der „Black Axe“ befindet sich im Viertel Ballarò. Einige hochgradige Mitglieder konnten hier nur dank der Zeugenaussagen einzelner Mädchen verhaftet werden. „Laut Gesetz steht den Opfern von Menschenhandel eine Aufenthaltsgenehmigung in Italien zu. Sie werden in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen und erhalten Papiere“, so Maida. Auch Joy wurde nach ihrer Aussage in eine sichere Unterkunft vermittelt.
Sozialarbeiterin Osas Egbon plant währenddessen eine Nähmaschine und eine Küche für ihr Zentrum. Die Geschäftsidee: ein Catering mit afrikanischem „Social Food“. Den vielen Mädchen, die noch immer allein auf der Straße sind, wolle sie so eine Alternative zur Prostitution bieten. „Nur wenn wir ihnen eine Perspektive geben, die sie finanziell von den Repressionen der Madam befreit, haben wir eine Chance“, erklärt sie.
In der „Favorita“ fängt es derweil an zu regnen. Kein Grund für Teresa, nach Hause zu gehen. Ihre Arbeit fängt nun erst an. An manchen Tagen steht sie von morgens acht Uhr bis abends hier, dann gehe sie heim, esse etwas und komme zurück für die Nachtschicht: „Ich wäre nicht hier, wenn ich einen richtigen Job hätte.“ Doch die einzige Fabrik, die in ihrer Heimat wirklich zähle, befände sich hier, erzählt sie – und zeigt dabei zwischen ihre Beine.

Link: Vigili in borghese dalla Favorita al Foro Italico: a Palermo piano anti-prostituzione
23/01/2018
PALERMO. Vigili in borghese e auto civetta per stanare il fenomeno della prostituzione su strada. Il Comune avvia un piano di controllo per le strada della città, nelle zone più battute dal business del sesso a pagamento. Come rivela una nota di Sabrina Figuccia, consigliere comunale dell’Udc, pare che sia stato il prefetto Antonella De Miro a spingere il sindaco a pubblicare l’ordinanza che prevede il potenziamento dei controlli da parte della polizia municipale.
Il capo della polizia municipale, Gabriele Marchese – che parla di un’attività di monitoraggio – ha disposto più controlli, con agenti in borghesi e auto civette, lungo la Favorita, il Foro Italico, la Cala, piazza Tredici Vittime, via Lincoln, via Garibaldi e via Roma. Un piano previsto per 15 giorni, partito ieri (22 gennaio) e che proseguirà dunque fino al 4 febbraio.
“Diceva qualcuno che a pensar male si fa peccato ma spesso s’indovina, e così, nei corridoi dei palazzi comunali, si sussurra che nel corso di una tempestosa riunione in Prefettura Orlando sia stato duramente redarguito dal prefetto, e da qui sia nata l’ordinanza trasmessa al neo comandante dei vigili urbani Gabriele Marchese – dice Sabrina Figuccia in un comunicato -. E’ da tempo – prosegue la nota – che tutti sanno quello che avviene sotto i nostri occhi, ma nessuno finora ha potuto, o voluto, fare qualcosa di concreto. Contrastare la prostituzione – conclude Figuccia – significa soprattutto liberare le tantissime vittime, creare delle regole certe, come avviene in molti altri paesi civili, facendo in modo di eliminare un sistema di criminalità, che prospera da sempre alla luce del sole”.

Link: Quali interessi sul Niger? Una intervista a Giacomo Zandonini
11/01/2018
Di Stefano Galieni
Quando si parla con il giornalista free lance e attivista Giacomo Zandonini del Niger, gli si illuminano gli occhi. È andato in quel paese africano a più riprese per oltre 3 mesi, lo ha girato non con lo sguardo dell’inviato ma con la curiosità e la genuinità del viaggiatore, di chi usa i taxi collettivi e cerca di entrare nei ritmi di vita delle persone: «Sai mi è capitato che il tassista di turno mi chiedesse a quale tribù appartenevo, come a dire che se sei lì, su quel veicolo, non sei uno straniero». Oggi il Niger sembra essere finito al centro degli interessi italiani ed europei e i rapporti con il governo sono estremamente intensi e continui. Il Niger è uno dei paesi da cui i migranti transitano per raggiungere la Libia e poi tentare il passaggio in Europa ma, come ci racconta anche Zandonini, non è questa la sola ragione che motiva gli impegni UE
«A mio avviso si utilizza la “questione migranti” per interessi geopolitici molto più ampi. Il Niger è diventato un paese importante, una base logistica e un paese sicuro per garantire gli interessi occidentali. L’Italia, alla fine del febbraio scorso ha aperto una propria ambasciata provvisoria a Niamey (la capitale Ndr) ma l’ambasciatore era già stato nominato nel dicembre 2016. Ora l’ambasciata è stata trasferita in altri locali e inaugurata alla presenza del ministro degli esteri Angelino Alfano ma, a quanto mi risulta il personale è ancora limitato. Non ci sono ancora funzionari addetti a occuparsi delle relazioni economiche e non c’è un ufficio consolare. Ma insieme a questo aspetto di forte visibilità si è mosso anche altro. Un percorso iniziato già nel 2010 col ministro dell’interno Roberto Maroni e con i primi interventi dell’Oim che si è accelerato negli ultimi due anni. L’Italia è il principale donatore del fondo fiduciario d’emergenza per l’Africa dell’UE, di cui il Niger è uno dei primi destinatari. Il nostro governo ha concesso 50 milioni di euro come supporto al budget dello Stato del Niger, un contributo in fase di erogazione, in più tranches, che serve anche per accreditarsi come partner. Non ci sono veri e propri obblighi rispetto all’uso che verrà fatto di questi soldi ma unicamente vincoli. In primis il fatto che questi soldi dovranno essere destinati ai ministeri della Giustizia e degli Interni. Perché si continui a versare le diverse tranche è necessario il soddisfacimento di alcuni indicatori molto ampi che vanno dalla riduzione del numero di migranti che passeranno dal Niger all’aumento di guardie di controllo alle frontiere. Di fatto però il contenuto dei contratti fra UE e Niger e fra Italia e UE non é stato reso pubblico. L’unico documento che ho potuto visionare è il decreto che stanzia il cobtributo, parte del “Fondo Africa” della Farnesina. Fra gli indicatori specifici che rientrano nell’accordo fra UE e Niger c’è l’allargamento e la ristrutturazione di una pista di atterraggio a Dirkou, un avamposto commerciale e militare nel nord del paese. Dirkou è un punto chiave della rotta verso la Libia, la pista di atterraggio attualmente è usata per voli militari e rari voli umanitari ma le ragioni del suo ampliamento vengono spacciate dai funzionari italiani come “umanitarie”. Dovrebbe servire a facilitare l’evacuazione di migranti dalla Libia e a garantire un supporto ai soccorsi nel deserto, realizzati dall’Organizzazione Internazionale per le Migrazioni con la Protezione Civile del Niger. A Dirkou si prevede anche di realizzare un nuovo “centro di transito” per migranti. Un altro requisito, per la prosecuzione del finanziamento italiano, è che il Niger adotti una Strategia nazionale per la sicurezza e una Strategia nazionale contro le migrazioni irregolari, documenti effettivamente redatti negli ultimi mesi».
Il governo italiano intanto invia anche militari in Niger…
«Si tratta di azioni che rientrano nella stessa linea. Si entra così in un contesto più complesso che coinvolge non solo il governo nigerino ma anche quello francese. L’Italia contribuirà al “G5 del Sahel (Niger, Mali, Ciad, Burkina Faso e Mauritania), una coalizione militare sponsorizzata dalla Francia. Per la Francia questo implica anche un ritiro parziale di truppe da alcune basi, pur mantenendo il controllo della regione. Parigi negli anni ha dispiegato migliaia di uomini, avendo anche perdite umane e non riscuotendo grande consenso. Il G5 anche se formalmente è composto solo da Stati africani vivrá grazie al contributo degli Stati europei e di alcuni Paesi del Golfo (in primis l’Arabia Saudita). Per mantenere la coalizione si sta attuando un vero e proprio fundraising a cui l’Italia contribuisce con l’invio di uomini. Ci sarà un aumento della presenza militare nel Sahel anche se, ad oggi, per i soldati italiani non sono state stabilite e definite regole di ingaggio. Nei giorni scorsi c’è stato un viaggio di funzionari italiani per affrontare i dettagli. Io credo che la presenza, in termini numerici, sarà meno significativa di quella ipotizzata. Si ipotizza che si stabilizzino non solo a Niamey ma anche a Madama, dove c’è un distaccamento di centinaia di soldati francesi a 100 km dal confine libico e quella è una zona rischiosa. Si tratta dell’avamposto più a nord non solo per i francesi ma anche per gli stessi nigerini. Il controllo del confine libico infatti è in mano a milizie libiche che vigilano anche in territorio nigerino. Lo scenario si presenta complicato in quelle aree e io sono convinto che effettuare pattugliamenti in quelle zone sarà molto complesso».
Tu sei andato per la prima volta in Niger quasi due anni fa
«Si la prima volta all’inizio del 2016 e poi sono tornato due volte nel 2017 per due mesi, occupandomi soprattutto delle migrazioni. Eppure per i nigerini da tempo le priorità sono altre. Di questo tema si occupa in Niger soprattutto una elite urbana anche se ora si è compreso che la questione attrae fondi e investimenti. Il Niger, un paese estremamente povero, dipende in gran parte dai contributi stranieri e dalla cooperazione internazionale. Ma fuori si associa il Niger alle migrazioni, dimenticando questioni come la malnutrizione, la povertà, l’analfabetismo, i disastri ambientali (alternanza fra siccità, carestie e inondazioni). Con un paese in queste condizioni si sta ripetendo un mantra secondo cui quella che si va realizzando è una partnership fra uguali. Lo dicono Alfano, Macron, Mogherini evidenziando come il Niger sia uno dei paesi più disponibili alla cooperazione, che manifesta grande disponibilità ad accettare le proposte dell’Unione Europea e per far utilizzare a qualcuno i fondi che arriveranno».
Di fatto, per quanto riguarda i percorsi migratori, il Niger è un paese di transito?
«Per questo il tema interessa poco i nigerini, tranne forse nella regione di Agadez dove una parte della ricchezza si è creata grazie al transito delle persone. Agadez è la capitale del nord e l’essere un luogo nodale per il movimento fa si che oggi si mangi grazie alla migrazione, e qualcuno si è anche arricchito. Tieni conto che la regione di Agadez è grande come la Francia ma è abitata complessivamente da non più di 500 mila persone. Il grosso della popolazione (altri 19 milioni) vive nel Sud e nel Sud Ovest del paese dove c’è Niamey. Lì gli immigrati non fanno notizia e quasi non si vedono. Io ho lavorato soprattutto fra Niamey e Agadez, seguendo poi le piste verso la Libia, poi sono andato a sud, verso il confine con la Nigeria, nelle zone in cui si fugge da Boko Haram. Ho capito che, nonostante i problemi che ci sono anche nei paesi vicini, in Niger c’è equilibrio e coesione. Per certi versi il business delle migrazioni ha anche migliorato le relazioni fra governo centrale e il nord che un tempo si sollevava con frequenza».
Dal Niger c’è scarsa emigrazione grazie alla stabilità politica?
«Non proprio. Nei decenni passati ci sono stati 5 colpi di Stato e 2 guerre civili. Continuano poi, soprattutto a sud, gli attacchi di Boko Haram e di altri gruppi jihadisti ma le ragioni per cui non si emigra sono altre. Intanto di ordine economico. La povertà è fortissima e anche la circolazione di moneta è limitata. Il budget necessario per venire in Europa è troppo alto e pochi se lo possono permettere. Nulla a che vedere insomma con la condizione di molti abitanti degli Stati del Golfo di Guinea. Poi in Niger c’è ancora una urbanizzazione limitata e l’accesso ai mezzi di comunicazione di massa è scarso. C’è una forte migrazione regionale, ci si muove all’interno del paese alla ricerca di occasioni per sopravvivere. Ai tempi di Gheddafi, molti andavano in Libia per lavorare ma non per venire in Europa e il Colonnello li lasciava entrare avendo molti interessi politici in Niger. Oggi, dopo il Vertice di Abidjan si parla di evacuare dalla Libia i circa 400 mila migranti presenti per impedire loro di cercare di arrivare in Europa. I rimpatri sono già iniziati e di questi circa 10 mila sono nigerini che magari si erano trasferiti da decenni e che lavoravano in Tripolitania. Le migrazioni nell’area comunque restano regionali e circolari. Si parte e si ritorna attraverso confini ancora porosi e poco controllati. Ma c’è anche secondo me un aspetto legato all’immaginario comune e legato alla cultura. La colonizzazione francese, a differenza che in altre parti dell’Africa, è stata quasi esclusivamente militare e molto dura. Non ha conquistato il cuore dei nigerini. Il Niger serviva solo come confine e area di contesa con la dominazione britannica in Sudan. Non è stato colonizzato l’immaginario dei nigerini verso l’Europa, quelli giunti sono soprattutto tuareg, che hanno realizzato attività legate al turismo, soprattutto in Francia, e esponenti dell’opposizione. Lo stesso business dell’emigrazione ha fatto rimanere i nigerini che ora possono contare sul contributo dei migranti che transitano».
Ma esiste anche una parvenza di democrazia in Niger?
«C’è ancora molta strada da fare. Ci sono state le elezioni nel 2016 per dimostrare che c’è un governo liberamente eletto. Peccato che il principale rappresentante dell’opposizione era in carcere e, appena rilasciato, é fuggito all’estero. Secondo la comunità internazionale si è trattato di elezioni libere e trasparenti, ma con un unico candidato alla presidenza estremamente legato alla Francia e alle compagnie che estraggono uranio. La presenza francese è imponente, ma il presidente Mahamadou Issoufou sta riuscendo a compattare il paese garantendo posti alle diverse comunità del paese e ai diversi interessi in ballo. Si è per ora conquistato anche l’appoggio al nord delle comunità Tuareg e Tubu. Sui diritti umani c’è ancora molto da fare e la libertà di stampa è limitata. Ci sono spesso arresti di coloro che denunciano la corruzione e la gestione, troppo subalterna alla Francia, di risorse come l’uranio. Il Partito del Presidente, il PNDS Taraya, parte da una ispirazione di stampo socialista ma al proprio interno ingloba posizioni molto diverse fra loro in cui si trova di tutto. Col risultato che ad esempio per i giornali che non sono allineati al governo è difficile ottenere accesso a fondi e risorse. La questione dei diritti dei migranti ha portato una certa attenzione da parte dell’UE che sta esercitando pressioni. Vedremo ora se ci saranno ricadute pratiche: l’UE è il principale sostenitore dell’Agenzia Nazionale per la Lotta alla Tratta di Persone, che ha aperto centri in ognuna delle 8 regioni del Niger, per raccogliere segnalazioni di violenze, non solo connesse alla tratta. Però è una agenzia che dipende dal ministero della Giustizia, non è indipendente e questo rende complicato per migranti in transito denunciare gli abusi subiti sia dale forze di sicurezza che dagli smugglers. Da un anno si sta sviluppando una forte repressione delle partenze dei migranti verso Libia e Algeria. Un centinaio di autisti dei pickup sono stati arrestati, ma la migrazione prosegue, in modo più sotterraneo. Le autorità hanno definito una sorta di linea invisibile, nella regione di Agadez, che di fatto segna un territorio oltre il quale migrare, e trasportare chi lo fa, diventa reato».
E cosa accade ai migranti che vengono fermati con gli autisti?
«Secondo la legge nigerina chi fa parte della Comunità Economica degli Stati dell’Africa Occidentale (15 paesi) ci si può muovere per 90 giorni fra questi paesi senza bisogno di visto. Ma è difficile se non impossibile determinare il giorno d’ingresso. Se si supera il termine si rischiano 15 giorni di detenzione amministrativa (nelle carceri comuni) e poi l’espulsione con accompagnamento al confine. Ma mancano posti e risorse per poter applicare queste norme quindi raramente il meccanismo funziona anche se ora c’è un certo incremento. Teoricamente si dovrebbe, scaduti i 90 giorni, chiedere un permesso di soggiorno al paese in cui si risiede avendo un contratto di lavoro, cosa quasi impossibile. Così ci si ritrova col fatto che anche persone che hanno attività economiche, ad esempio nella ristorazione, in pieno centro di Niamey, risiedano in Niger da decine di anni ma non abbiano un permesso. Le espulsioni sono utilizzate come deterrente per le migrazioni internazionali».
Prima hai toccato la questione della tratta, soprattutto delle ragazze portate in Europa per sfruttamento sessuale. Cosa ne sai dei ghetti in cui le ragazze vengono vendute?
«Ne ho visti, alcuni ad Agadez. Le rotte dei nigeriani sono diverse da quelle di chi arriva da altri paesi dell’Africa Occidentale come Mali e Burkina Faso. In Nigeria si entra da sud, evitando di passare per Niamey e si punta direttamente su Agadez. Nell’ultimo anno, con l’aumento dei controlli si tende a passare lungo il confine fra Niger e Ciad per non essere intercettati. I ghetti di cui ho notizie ad Agadez e Dirkou sono gestiti da cittadini nigeriani che gestiscono, già in Niger la prostituzione nigeriana. Le ragazze iniziano a prostituirsi nei ghetti e sono le stesse che poi vengono impiegati nei locali notturni dove si vende anche alcool. Sono ghetti di cui si servono gli stessi militari di stanza a Dirkou. Alcune vengono vendute e portate in Europa, altre vengono spostate continuamente nel nord del paese o in altri paesi confinanti».
È vero che si stanno militarizzando i punti d’acqua per rendere più difficili i transiti dei migranti?
«Non ho particolari informazioni in proposito. Parto però da un punto, le piste e le stesse basi militari sorgono proprio in vicinanza di oasi e punti d’acqua. Inevitabilmente il pattugliamento lì è più intenso e significativo. Si parla di zone distanti fra loro centinaia di chilometri quindi ne deduco che in realtà la militarizzazione è delle aree in cui ci sono le basi e che sono vicine alle piste di transito, in cui ci sono i pochi punti d’acqua a cui attingere».
Una delle motivazioni addotte all’aumento di presenza militare è quello della minaccia terrorista. Tu cosa ne pensi?
«Il Niger, per la sua conformazione e la sua posizione (sono molto vaste le aree desertiche) è un paese di transito anche per armi e droga gestiti da gruppi armati, anche di ispirazione jihadista, e dirette verso Mali, Algeria, Libia, Ciad, Sudan, Nigeria. Il deserto è difficilmente controllabile anche se Francia e USA stanno da tempo utilizzando droni, oggi armati, che controllano questa fascia di territorio, partendo da basi militari a Agadez e Niamey. I gruppi che detengono questi traffici hanno affiliazioni jihadiste ma spesso si tratta di veri e propri gruppi mafiosi che così alimentano i loro profitti. I nigerini coinvolti in questi giri sono pochi e la loro presenza è sovrastimata. Il traffico di migranti finora non è stato legato a questi percorsi ma se – grazie anche alla repressione internazionale – diventa più sommerso e comincia ad utilizzare le stesse piste degli altri trafficanti può rischiare di venire coinvolto e assorbito da queste mafie. A livello religioso in Niger predomina una tradizione Sufi che non porta alla radicalizzazione politica. È in crescita un movimento salafita nato in Nigeria chiamato Inzala che ad oggi fa solo predicazione ma non rivendicazioni politiche o sociali. Predicano il ritorno agli elementi essenziali dell’Islam. Sono però tendenzialmente contrari alla presenza occidentale e a un governo considerato troppo vicino all’occidente. Il governo per ora non sembra dialoghi molto con questi gruppi. Un argine a discorsi pseudo-jihadisti è costituito da identità forti come quella Tuareg, che viene rivendicata con orgoglio anche dai giovani e che rende più difficile ogni reclutamento. Il jihadismo potrebbe però divenire la risposta alla mancanza di dialogo e all’emarginazione, o una copertura per difendere interessi e traffici che sono al di fuori dalla legge. Si aggiunga che anche all’interno delle diverse comunità presenti nel paese ci sono delicati equilibri interni perennemente messi a rischio, quindi bisognerebbe relazionarsi con estrema intelligenza e capacità inclusiva».
Ti introducevo prima dicendo che quando ne parli traspare un innamoramento del Niger. Da cosa dipende?
«Io sono partito per capire ma mi sono subito reso conto che questo paese ti contagia. In Niger è semplice, normale sentirsi a casa. Basta che ad esempio cerchi, come qualsiasi nigerino, di prendere un taxi collettivo urlando il nome del posto in cui devi andare e attendendo che si fermi il primo che va in quella direzione. Sul taxi dialoghi, ti chiedono – come dicevo prima – “di che tribù sei?”. A me è capitato di essere preso per cinese e quando dicevo “Italia” mi guardavano un po’ allibiti. Tanto è che degli amici mi hanno consigliato di dire che ero “tamasheq” (tuareg), uno dei gruppi linguistici dalla pelle più chiara. E poi rapidamente ti ritrovi a fare numerose amicizie, a comprendere elementi di storia e di cultura che è anche difficile tradurre. Ad esempio il ruolo del deserto. Diverso da come lo viviamo noi in occidente. Il deserto nei secoli è stato vissuto come perenne luogo di passaggio, lo chiami “deserto” ma intanto vi circolano tantissime persone. A me è capitato anche di comprenderne la durezza e la potenza passando una giornata a 50 gradi sotto il sole. In quei contesti entri facilmente nella vita delle persone, con tutte le contraddizioni che questo comporta anche in termini di quello che per noi è il concetto di legalità e che lì non ha senso. Si tratta di un ambiente ostile in cui ti capita di incontrare l’autista che ti dice sereno che se vuoi in 4 giorni ti porta in Etiopia. Non sai se ciò è vero o meno ma ti abitui all’idea che anche i confini tracciati sulle carte geografiche perdono di senso e di valore. I confini semplicemente non interessano, non sono percepiti come ostacoli. Ma dietro tutto questo c’è un patrimonio immenso di storia orale, che in occidente non si conosce e che è fondamentale per capire».
(Reuters)
Link:Palermo, “istituzioni colpevoli sui migranti”: il processo del “tribunale dei popoli”
18/12/2017
di Gianluca Mavaro
“Il permesso di soggiorno è la pena di morte del nostro tempo”. Il sindaco di Palermo, Leoluca Orlando, partecipa alla seduta del “Tribunale permanente dei popoli”: deportazioni di massa, omicidi, torture, stupri, schiavitù e prostituzione forzata sono le colpe che l’assemblea, che si è riunita all’ex Cinema Edisone, attribuisce alle istituzioni europee, lo Stato italiano e in particolare il governo, nelle persone di Paolo Gentiloni e Marco Minniti.
Fra gli ospiti, appunto, Orlando, che si è sempre dichiarato contrario alla distinzione tra migrante economico e rifugiato: “La mobilità internazionale è un diritto umano inviolabile. Nessuno può essere costretto a morire nel posto dove è nato. Non possiamo avallare accordi criminali che oltre a calpestare questo diritto, provocano atroci sofferenze. Il nostro approccio deve essere umanitario, non securitario”. Orlando ha inviato una lettera alle principali autorità politiche e giudiziarie, europee ed italiane, per chiedere “perchè le istituzioni non concedono un corridorio umanitario a chi ne ha diritto: come se una vittima della mafia dovesse venire accompagnata a processo dal suo carnefice”.
Il Tribunale permanente dei popoli porterà a termine un processo d’opinione. Tre giorni di discussioni, testimonianze e denunce che serviranno a mettere insieme – attraverso la voce di magistrati, avvocati, giornalisti, esperti e vittime di abusi – l’atto di accusa contro governo italiano e Ue per le violazioni non solo dei diritti umani, ma anche delle nostre leggi interne e della Costituzione. Saranno giudicati i recenti patti siglati senza passaggio parlamentare, con il Niger e con il Sudan di Al Bashir, capo politico-militare, ricercato per crimini contro l’umanità, fino a quelli con la Libia, ispirati
a quelli di mero blocco delle frontiere siglati tra Turchia e Unione Europea. L’attenzione sarà concentrata quindi non solo sulle condizioni di vita negli hot-spot e l’uso indiscriminato della forza nei paesi europei, ma soprattutto sul sentiero infernale che un rifugiato è costretto a percorrere per ottenere quelli che dovrebbero essere dei diritti riconosciuti. Al termine dei lavori, previsto per mercoledì pomeriggio, il Tribunale emetterà la sentenza.

Link: VOICE OF FREEDOM: TRAFFICKED WOMEN SPEAK – Leila Segal
29/11/2017
The media loves a tragic story. What fits less well with its usual narrative is the idea of a trafficked person as an equal: someone who, but for poverty and geography, might be a friend.
This October, Voice of Freedom worked in Asti, at the Piam Onlus shelter, with 10 women who had been trafficked from Nigeria, through the brothels and prisons of Libya, via terrifying journeys across the sea in boats hardly worthy of the name, into Italy where contrary to their expectations of a job such as beautician, hairdresser or jewellery-maker, they were set to work as prostitutes on the street. Any woman who refused might be starved, certainly would be beaten; if she managed to escape from her trafficker, the woman would have to sleep on the street, penniless, undocumented, and longing for those she had left at home.
Into these women’s hands, Voice of Freedom placed cameras and asked them to think about the messages they wanted to send into the world. In two intensive weeks, women and facilitators created a group where trust was key. The women, from different tribes and regions of Nigeria, discussed together how they had been trafficked, the effects of poverty and women’s inequality, and the deception of the people—traffickers who had brought them there.
The women began to consider themselves as a body—to externalize individual suffering into a wider message. This was no longer simply about personal tragedy and survival: their experiences became part of a structure, a larger whole, and began to have meaning, which they defined.
We considered the concept of ‘advocacy’, and explained that through this work, if the women chose, they could advocate for their and their communities’ needs. Media is powerful: The tool was now in their hands.
Each woman in the group took to the work. We visited World Press Photo exhibition in Turin, where for the first time they saw the power of media to communicate experiences such as theirs. Then they decided they could do it better, because they were the ones who had had those experiences: the stories were theirs to tell.
We witnessed what happens when a woman who has not had a chance to speak her own truth does it for the first time—the dignity and power of their work, in contrast to the artificiality of documentation by those on the outside.
With the women’s permission, Voice of Freedom will share this photography with anti-trafficking campaigners and lawmakers. We also plan to exhibit it in Italy, the UK and beyond. In it, you see each woman as a whole person, with a whole life—a before. She is more than just the sum of her trafficking experiences—the work humanizes. We see through her eyes and understand that she is the best communicator of a life unknowable in any other way. Empathy arises through listening, not objectification, which can trigger in the viewer pity, or, through a sense of powerlessness, a turning away and disgust.
So here is a small selection of the women’s work, with its unexpected perspectives and utterly compelling detail that draws us close, as if listening to a trusted friend.
Leila Segal is director of Voice of Freedom
The following photographs were created by women on the Voice of Freedom workshops at Piam Onlus shelter, Asti, in October 2017. Each picture is followed by the words of the woman who took it. Workshops were facilitated by Leila Segal and Liz Orton.
Gloria
Photo: Gloria, courtesy of Voice of Freedom
‘Many of us, and almost all of us, have passed through too many temptations in life, too many struggles and trials—the trip here, how difficult it is. Libya is hell… the sun… we are in prison. But being out of that Libya is to testify that we are now free from that place. So I took this picture as a bond of consolation. We were trafficked, and the anti-traffickers giving us the hope that they are going to deal with these issues.
‘And we are here. Like me, I’m in Europe now. I’m going to see a place to live. Maybe somebody’s going to feed me and accommodate me, and giving me some pocket money and shelter. I took a picture of a white person and a black person. The white person is comforting the black person and these are the people who are helping. So that’s my feeling.’
Sarah Oluwatimileyin

Photo: Sarah Oluwatimileyin, courtesy of Voice of Freedom
‘I love this picture because whenever I look at her personally I look at her as my childhood friend. There is a friend like that, not she, but they look alike so much. We were brought up together, her name is Dami. The church I attend, her dad is the owner of the church, my dad is the second in charge of the church and that is how they brought us together when we were two years old.
‘Later, her mum and dad broke up and her mum left and her dad married another wife who started maltreating them. Suddenly Dami just got missed—they were like, “Dami has travelled, travelled to abroad,”—this and that. Meanwhile, later we find out that they took her to one village for slavery—her dad sold her for slavery so she can bring money. There was no money so that is why they sold the girl.’
Emmanuel Joyce

Photo: Emmanuel Joyce, courtesy of Voice of Freedom
‘I took this picture when I woke up in the morning. On the other side it is houses. I open the windows, tidying everywhere, because in Nigeria we don’t have curtains and we don’t have windows. We have iron window and even if you want to look outside you can’t. You just peep like this. It’s iron bars. I took this picture to remember my background. There is even those houses around the back. We don’t have that in our village, there are many bushes around. I am on the ninth floor here—where I live in the village is just an ordinary house, there are no steps.’
Stefan

Photo: Self-portrait, Stefan, courtesy of Voice of Freedom
‘The colour I’m wearing is black. It’s a mourning colour. In the week I snapped this picture I was mourning my mum and up to now I’m still with the black. I promised I was never going to leave my family. I did everything I did because I have this heart, I want to help.
‘In this picture I’m looking forward, looking ahead at what I’m going to be, and achieve greater things. But my right hand is behind, reaching back for my family, people who need help. Reaching back, there is nothing to touch, there is nothing to hold. The way is still very far back: my hand is empty, because I still have a lot to do. I want to be, “mummy don’t worry, I’m going to buy you the best car.” It’s so painful, me reaching back for that woman I looked at and I smiled. ‘
Okungbowa Osamude

Photo: Okungbowa Osamude, courtesy of Voice of Freedom
‘I took this picture because the fruit inside was very sharp and made me to snap it. This picture reminds me of dry bones coming back to life, dead things coming back to life, things that are forgotten coming back to life—things that are not supposed to be. Now it’s bringing itself back because the tips of the leaves are brown… the brown ones are coming back to life. The green ones, they are ready to enjoy the fruit of life; the fruit now is showing the beautiful of the tree. Fruit has life.’
Greatness

Photo: Self-portrait, Greatness, courtesy of Voice of Freedom
‘In desert there is no house. You can’t see house in desert. We just sleep outside. Back then they would load us like 50, 20, in the Helios [truck]. There would not be space for you to stand or move. So anybody that fall down they are not going to wait for him, that person will just die there. Because of the sand there is no water, no food. We spent the nights on the sand, it was very very cold.
‘Back home in Nigeria the sand is very good. There is no cold, no hot. Very good. We do spread clothes on it, and sleep on it. We don’t need to go inside because the sand will be okay.’

Rescued migrants disembark from the Spanish navy ship Cantabria in Salerno, Italy. Photograph: Antonio Masiello/Getty Images
Link: Arrests in Italy as 26 Nigerian women and girls found dead
07/11/2017
by: Angela Giuffrida
Two men have been arrested and charged in Italy as investigators look into the deaths of 26 Nigerian women and girls, who are suspected to have been murdered while attempting to cross the Mediterranean.
The bodies of the women were brought to the southern Italian port of Salerno by the Spanish ship Cantabria on Sunday, and prosecutors opened an investigation over suspicions that the women, some as young as 14, may have been abused and killed.
The bodies were recovered by Cantabria, which works as part of the EU’s Sophia anti-trafficking operation, from two separate shipwrecks – 23 from one and three from the other. Fifty-three people are believed to be missing.
The men arrested have been named as Al Mabrouc Wisam Harar, from Libya, and Egyptian Mohamed Ali Al Bouzid.
The pair are believed to have skippered one of the boats. They were identified by survivors who were among the 375 brought to Salerno by Cantabria.
The two men are accused of organising and trafficking at least 150 people on the two sunken boats, but prosecutors have not made a direct link between the two men and the women’s deaths, said Rosa Maria Falasca, chief of staff at Salerno’s prefecture.
Autopsies on the bodies should be completed over the next week.
The prefect of Salerno, Salvatore Malfi, told the Italian press that the women had been travelling alongside men and when the vessels sank, “unfortunately, the women suffered the worst of it”.
But in response to concerns that the women were being trafficked for the sex trade, he added: “Sex trafficking routes are different, with different dynamics used. Loading women on to a boat is too risky for the traffickers, as they could risk losing all of their ‘goods’ – as they like to call them – in one fell swoop.”
Marco Rotunno, an Italy spokesman for the UN refugee agency (UNHCR), said his colleagues were at the port in Salerno when the bodies were brought in.
“It was a very tough experience,” he said. “One lady from Nigeria lost all her three children.”
He added that 90% of migrant women arrive with bruises and other signs of violence.
“It’s very rare to find a woman who hasn’t been abused, only in exceptional cases, maybe when they are travelling with their husband. But also women travelling alone with their children have been abused.”
Most of the survivors were either Nigerian or from other sub-Saharan countries including Ghana, Sudan and Senegal.
The survivors were among over 2,560 migrants saved over four days. People still continue to attempt the crossing despite a pact between Italy and Libya to stem the flow, which led to a drop in arrivals by almost 70% since the summer, according to figures released last week by Italy’s interior ministry.